Das innere Kind nähren

Seine Mängel ausgleichen

Wenn wir die Frau/den Mann im Inneren entdeckt haben, können wir auf das Kind in uns schauen und wir können es aus unserer eigenen Quelle heraus versorgen. Wir empfangen die Geschenke der Existenz und unserer Mitmenschen und geben es an unser Kind weiter, das nach und nach seinen Mangel auffüllt und heil wird, bis es keinen Unterschied mehr gibt zwischen dem Erwachsenem und dem Kind. Verweilen wir in den alten Mustern, begibt sich das Kind alleine auf die Suche im Außen und macht sich abhängig. Es ist so, als würden wir unser Kind einem anderen in die Hand drücken und sagen: „Da! Kümmere du dich darum!“ Was passiert? Wir haben dann keinen Zugang, kein Gefühl mehr für unser Kind, es ist dann in den Händen des Anderen. Es ist sehr wichtig das zu verstehen. Immer wenn das Kind von einem anderen Menschen seinen Mangel erfüllt bekommen möchte, ohne im Kontakt mit dem Erwachsenen zu sein, wird es in Abhängigkeit und Leid geraten. Denn sobald das Kind im Körper eines Erwachsenen lebt, kann es nur noch über sein eigenes Herz genährt werden, nicht mehr direkt über einen anderen Erwachsenen, so wie es damals in der Kindheit war. 

 

Nähren des inneren Kindes in der Tempelraum-Arbeit

 

In der Prozessbegleitung wird das innere Kind immer mit einbezogen. Seine Verletzungen und die daraus resultierenden Schutzmechanismen, verhindern ein erfülltes Leben. Deswegen müssen wir herausfinden, was das Kind so verletzt hat und mit welchen Konditionierungen es aufgewachsen ist. Es darf sich aus den Verstrickungen mit der Familie lösen, seine Emotionen im Bezug zu seinen Verletzungen ausdrücken und wird dabei gehalten, gesehen und liebevoll begleitet. Auf dieser Ebene arbeiten wir meist am Nabelzentrum, welches die Verbindung zur Familie repräsentiert. Wir lösen die energetischen Anhaftungen und schauen, was das Kind braucht, damit es dem Erwachsenen wieder vertrauen und sich durch ihn genährt und geliebt fühlen kann. Dafür ist es wichtig in die Vergebungsarbeit zu gehen, denn meistens fühlt sich der Erwachsene schuldig, weil er das Kind nicht schützen konnte, es alleine gelassen und verurteilt hat. Das Kind fühlt sich schuldig, weil es glaubt, dass es falsch war, schlimme Erfahrungen nicht verhindern konnte oder den Anforderungen der Erwachsenen nicht gerecht wurde. Die Vergebung des Erwachsenen besteht darin anzuerkennen, dass er in der Vergangenheit einfach nicht fähig war bewusster zu handeln und er jetzt die Mittel dazu hat. Das Kind darf erkennen, dass es nichts falsch gemacht hat und dass es all dies tat, um zu überleben. Beide akzeptieren die Vergangenheit so wie sie war und erkennen die Lehre darin an. Mit der Energie der Demut, Liebe und Dankbarkeit gibt der Erwachsene dem Kind wieder ein Platz in seinem Herzen und lädt die Freude in sein Leben ein.