Herzöffnung

Wiederfinden der Liebesfähigkeit

Das Herz hat ein eigenes Bewusstsein. Es ist der Seins-Zustand von bedingungsloser Liebe, Frieden, Freude, Vertrauen und Demut. Mit der Kraft des Herzens transformieren wir unsere Leiden durch den Akt der Vergebung und der Integration verdrängter Anteile. Im Herzen zu sein bedeutet zu erkennen, dass ich Liebe bin und die göttliche Essenz durch mich fließt. Es bedeutet in mir zu Hause zu sein und zu fühlen, dass ich getragen bin und alles für das Wohl und den Wachstum der Existenz geschieht.

 

Das Herz ist rezeptiv, das heißt, es ist in seiner Natur empfänglich. Deswegen sagen wir: „Ich öffne mein Herz.“ Das bedeutet, dass Lieben Empfangen ist. Ich öffne mich für den Anderen, indem ich ihn in meinem Herzen empfange mit allem, was er ist. Liebe kann keine Bedingungen stellen. Entweder empfange ich mein Gegenüber oder nicht. Ich kann nicht nur partiell lieben. Wahre Liebe ist nicht vom Anderen abhängig. Ich kann jemanden lieben, ihn empfangen, selbst wenn er dies nicht erwidert. So haben alle großen Meister wie Jesus Christus die Menschen geliebt, auch wenn sie von ihnen verurteilt wurden.

 

Doch warum sind wir von diesem Seins-Zustand getrennt?

 

Eines der wichtigsten Grundbedürfnisse des Kindes ist es, geliebt und von den Eltern empfangen zu werden. Das setzt voraus, dass die Erwachsenen Kontakt zu ihrem eigenen Herzen und zu ihrer Empfänglichkeit haben. Doch meistens ist dies nicht der Fall, da sie selbst in ihrer Kindheit verletzt wurden. Sie waren als Kinder weich, offen und empfänglich für alles, was ihnen entgegengebracht wurde. Sie liebten ihre Eltern auf natürliche Weise. Doch man hat ihnen beigebracht, dass sie sich die Liebe erarbeiten müssen, dass sie nur geliebt sind, wenn sie sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. So wurde die Liebe mit Bedingungen verknüpft und in ein System der Macht gebracht. Sie lernten, dass Lieben Geben bedeutet. Der Mangel und der Hunger nach wahrer Liebe ließ die Kinder leiden und der Schmerz verschloss ihre Herzen und ließ sie im Erwachsenen Alter abhängig bleiben von der Liebe Anderer.

 

Die Herzöffnung in der Tempelraum-Arbeit

 

Um das Herzbewusstsein zu öffnen, müssen wir die ursprüngliche Verletzung des Kindes berühren. Doch um diesen Schmerz hat sich eine Mauer aus unterdrückten Emotionen gebildet, die von den Konditionierungen und vom Ego gelenkt und aufrecht erhalten werden. Wir müssen also eine hohe Energie aufwenden, welche durch das energetische Atmen und die Arbeit mit dem heiligen Tabak kreiert wird, damit der Verstand die Kontrolle abgeben kann, die Emotionen mittels Ausdruck befreit werden, wir den ursprünglichen Schmerz berühren und so schlussendlich wieder ins Herz gelangen.