Körperheimat erfahren

Vertrauen und Sicherheit im Körperkontakt

Unser Körper ist unser Tempel und unsere irdische Heimat. Verneinen wir unser Dasein oder fühlen wir uns unerwünscht im Leben, lehnen wir unseren Körper ab und entziehen ihm unsere Präsenz. Der Körper ist Teil der Natur und Teil von Mutter Erde. Es ist ihr ein Anliegen, dass wir uns wieder ganz in unserem Körper zu Hause fühlen können, da wir dadurch ihrer Liebe voll Raum geben und ihr Geschenk empfangen können, was sie für uns bereithält. 

 

Sind wir ganz in unserem Körper zu Hause, leben wir die Sinnlichkeit in vollem Maße und nähren uns damit. Wir sind dann fest verwurzelt im Leben und können mit einem klaren Geist sowohl die rationalen als auch die intuitiven Ebenen meistern. Wir können nicht fliegen, ohne ganz im Körper anzukommen.

 

Schmerzhafte Erfahrungen wie Übergriffe, Missbrauch, Nicht-Erwünscht sein im Mutterleib, wenig körperliche Zuwendung in der Kindheit etc. lassen Bereiche unseres Körpers taub und gefühllos werden. Wir wissen zwar, dass wir einen Körper haben, aber wir können ihn nur noch oberflächlich oder gar nicht mehr fühlen. Meist sind es die Intimbereiche, die gefühllos oder übersensibel mit Angst, Misstrauen, Ohnmacht reagieren.

 

Körperheimat erfahren in der Tempelraum-Arbeit

 

Mit einer entschleunigten Herangehensweise, angelehnt an die Schoßraum®-Prozessbegleitung nach Tatjana Bach, werden wir uns langsam, präzise und achtsam an die jeweiligen Körperbereiche annähern, um sie wieder fühlbar werden zu lassen und die Zellen mit Informationen von Vertrauen und Sicherheit zu fluten. Hier kann es zu starken emotionalen Prozessen kommen, da durch die Berührung der vorbelasteten Körperbereiche, alte Erinnerungen geöffnet werden. Der Schmerz darf sich ausdrücken und der Klient erfährt, dass er damit gehalten und gesehen wird. Er spürt, dass seine Begleitung ihm Sicherheit schenkt und die alten Erinnerungen nichts mit der Realität zu tun haben, sondern auftauchen, um befreit zu werden. So kann er sich im Körperkontakt neu erfahren und wieder an Vertrauen gewinnen. Dabei werden die persönlichen Grenzen und Schwellen beachtet. Eine Grenze ist ein klares Stop, welches vor Überforderung warnt. Eine Schwelle ist eine Grenze, die überwunden, transformiert und integriert werden kann. Viele erleben anschließend eine wohltuende Wärme und das Vibrieren der Energie in den jeweiligen Körperteilen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass ich bei der Arbeit mit den Frauen die Intimbereiche im direkten Kontakt mit einbeziehe, beim Mann jedoch indirekt über die Energie arbeite.