Schoß- und Gebärmutterarbeit

Frau-Sein neu erleben

Der Schoß der Frau mit der Gebärmutter als Herz, braucht in der Tempelraum-Arbeit besondere Aufmerksamkeit. Der natürliche Zugang zu diesem Organ ist aufgrund unserer modernen Lebensweise und dem vielfältigen Missbrauch in den Bereichen Sexualität, Schwangerschaft, Verhütung und Geburt, verloren gegangen. Die Frau von heute verlässt sich häufig mehr auf die Ratschläge anderer, als tief in sich zu horchen und die Antworten im Bezug zu ihrem Frau-Sein in sich zu finden. In meiner Arbeit geht es darum diesen Zugang wieder herzustellen. Dafür dürfen wir uns bewusst werden, in welchen Situationen wir unsere Kraft abgegeben haben und in eine Ohnmacht gefallen sind. Diese Ohnmacht macht sich auf körperlicher Ebene durch Taubheit oder Nichts-Fühlen-Können im Schoß und in der Gebärmutter bemerkbar. Aber auch durch Krämpfe, Schmerzen und Krankheiten, werden wir auf unsere emotionalen Themen aufmerksam gemacht. Mit Hilfe der Schoßraum®-Prozessbegleitung, dem Energetischen Atmen, dem heiligen Tabak, der Energie meiner Hände und der Begleitung anderer Geistwesen, können wir nach und nach den ursprünglichen energetischen Zustand der Gebärmutter wieder herstellen und den Schoß als einen Raum erfahren, der weit über die physische Ebene hinausgeht. Die Frauen erleben, dass ihre Gebärmutter ein eigenes Wesen in sich trägt und von pulsierender, vibrierender Lebenskraft erfüllt ist. Das Gebärmutterwesen kann sich uns auf unterschiedlichen Ebenen zeigen z.B. in Bildern, Gedanken, Farben, Empfindungen und Gefühlen. Die Stimme der Gebärmutter ist anfangs sehr subtil und erfordert Intuition und Sensibilität, um sie wahrzunehmen. Ist der Kontakt hergestellt, offenbart sie sich als ein Tor zu unserem inneren Wissen und viele Frauen haben das Gefühl in ihrem Schoß anzukommen. In der Verbindung mit ihr können wir unsere Kraft, unsere Sexualität und unser FrauSein neu entdecken und nehmen eine tiefere Verbindung zur Erde wahr.

 

Der Mondzyklus

Die Gebärmutter befindet sich in einem stetigen Zyklus, verbunden mit der Natur und den Mondphasen. Als Kind sind wir jungfräulich, so wie der frische Frühling und der aufsteigende Mond. Wachsen wir in die Frau hinein, werden wir fruchtbar wie der Sommer und befinden uns im Vollmond. Wenn die Menopause sich meldet, ziehen sich die Energien zurück, wir richten den Blick nach innen, der Mond nimmt ab und die Blätter fallen von den Bäumen. Sind wir im letzten Abschnitt unseres Lebens angelangt, meldet sich die alte Weise im Neumond, wir gehen ganz nach innen und genießen den Zauber des Winters. Auch während der Menstruation durchlaufen wir den Zyklus von der Jungfrau (Eizelle wächst), zur Mutter (Eisprung), hin zur Zauberin (Eizelle stirbt) und schließlich zur alten Weisen (Blutung). Wenn wir diesen bewusst erleben, verschwinden die prämenstruellen Symptome und wir erkennen den tiefen Reinigungsprozess, der in der Zeit der Blutung stattfindet.

 

Frauen mit Hysterektomie

Auch Frauen, die ihre physische Gebärmutter nicht mehr besitzen, können das Wesen spüren und sind meist sehr dankbar, dass sie sich mit ihrem Schoß und den darin liegenden Themen versöhnen können. Die Energie der Organe bleibt immer erhalten, selbst wenn sie physisch entfernt wurden.

 

Verbindung zur weiblichen Ahnenreihe

Oft begegnen uns in der Arbeit die Ahninnen, die ihre schmerzvollen Erfahrungen im Bezug zu ihrem Schoß nicht lösen konnten und sie so an ihre Kinder und Enkel weitergegeben haben. Dann ist es wichtig, den Teil, den die Frau von ihren Ahninnen übernommen hat, anzuschauen.

 

Nach Schwierigen Geburten 

Frauen, die schwierige Geburten erlebt haben, können durch die Arbeit erkennen, dass die Komplikationen einen direkten Zusammenhang mit der fehlenden Verbindung zu ihrer Gebärmutter hatten. Oft war es die Angst vor der enormen Kraft in ihrem Schoß, die sie blockiert hat und jetzt holen sie dies nach, indem sie dieser Kraft Ausdruck verleihen. Frauen, die einen Kaiserschnitt erlebt haben, können durch den Energetischen Atem noch einmal in die Wehen kommen und den Geburtsvorgang, der vorzeitig unterbrochen wurde, abschließen. Es ist aber auch wichtig mit der Seele des Kindes in Kontakt zu treten und zu schauen, aus welchem Grund es auf diese Weise zur Welt kam. Dies dient dazu den Weg des Kindes zu respektieren und ihn zu unterstützen.

 

Abtreibungen und Fehlgeburten

Abtreibungen hinterlassen oft große Schuldgefühle in der Frau und können den Zugang zum Schoß und zur Sexualität blockieren. In der Tempelraum-Arbeit gehen wir in die Vergebung mit uns selbst und mit der Seele des Kindes. Es darf getrauert werden, doch es ist wichtig weiterzugehen und sich aus der Opfer/Täter-Struktur zu lösen. Die Frau darf sich für das Geschenk der Seele öffnen, das sie mitgebracht hat, selbst wenn die Frau sich gegen eine Mutterschaft entschieden hat. In Dankbarkeit und mit der Kraft des Herzens darf die Seele dann losgelassen werden. Auch nach Fehlgeburten hinterlässt der Verlust des Kindes, Trauer und Verunsicherung in der Frau. Hier geht es darum in den Kontakt mit der Seele zu gehen und zu schauen, warum sie vorzeitig gegangen ist und welches Geschenk sie für die Frau mitgebracht hat. Wenn wir fühlen und begreifen können, dass alles von Gott geführt ist, damit wir im Leben wachsen können, verlieren die Schuld- und Selbstzerstörungsmechanismen ihre Kraft.

 

Kinderwunsch

Frauen, die sich Kinder wünschen und Schwierigkeiten haben schwanger zu werden, können in der Tempelraum-Arbeit Antworten darauf finden. Es gibt vielfältige Gründe, warum eine Frau nicht schwanger wird. Manchmal darf sich die Frau ihre Themen im Bezug zur ihren Eltern oder ihrer Sexualität anschauen, ein andermal geht es darum tiefer in Kontakt mit der Seele zu gehen, die darauf wartet, zu inkarnieren. Es ist aber auch möglich, dass man gemeinsam als Paar an der Beziehung arbeiten muss, damit sich eine Seele eingeladen fühlt. Hier müssen wir individuell schauen und auf die einzelnen Themen eingehen.

 

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft unterstütze ich die Frauen dabei, die Verbindung zu ihrem Kind zu stärken. Es geht darum, dass die Frau mehr und mehr in ihr Vertrauen hineinwachsen kann und spürt, dass sie fähig ist aus eigener Kraft ihr Kind zu gebären. Ich zeige ihr Möglichkeiten auf, wie sie in schwierigen Situationen den Kontakt zu ihrem Kind halten kann, damit es die Herzverbindung zur Mutter nicht verliert. Denn wir wissen mittlerweile, welche Auswirkungen der Zustand, die Gedanken und Gefühle der Mutter auf das Ungeborene haben. Deswegen ist es besonders wichtig in der Zeit der Schwangerschaft bewusst zu bleiben.

 

Sexualität

Frauen, die Schwierigkeiten mit ihrer Sexualität haben, die sich wenig fühlen können, beim Sex oft dissoziieren oder keine Lust empfinden, können sich durch die Arbeit neu entdecken und durch die Transformation alter schmerzhafter Erfahrungen ihre wahren Bedürfnisse in der Selbstliebe oder im Kontakt mit Anderen erkennen. Auch Frauen, die unter zu großer Lust leiden, weil sie die Energie nicht nach oben in die höheren Zentren lenken können, begleite ich dabei ihre Ängste anzuschauen, die diese Öffnung blockieren. Meistens halten sich die Frauen dann oft in ihrer Phantasie auf, um nicht fühlen zu müssen.

 

Sexueller Mißbrauch

Bei Frauen, die starken sexuellen Mißbrauch oder Vergewaltigungen erlebt haben, arbeite ich hauptsächlich mit der Schoßraum®-Prozessbegleitung. Es ist dann besonders wichtig, die ganz feinen Grenzen und Schwellen wahrzunehmen, damit die Frau wieder Sicherheit und Vertrauen in ihrem Körper finden kann und nicht flüchten  muss. Es findet dann nur Berührung statt, wenn die Frau sich entspannen kann. Wir gehen nur so weit, wie das Körper-Geist-Gebilde der Frau es zulässt. Und dies in Langsamkeit, Achtsamkeit, Wertschätzung und Respekt. Und oft erfahren die Frauen, wenn ihre Grenzen erstmals in Präzision geachtet und sie nicht berührt werden, dass sich ihr Alltag verwandelt und sie im Kontakt mit den Menschen wieder Vertrauen finden. Sie lernen sich neu zu erfühlen und sich ihren Körper-Schoß-Raum vollends zu erschließen.

 

Yoni-Berührung

In manchen Fällen, wenn bereits eine Vertrauensbasis aufgebaut wurde und eine gewisse Entwicklung in der Tempelraum-Arbeit stattgefunden hat, gehe ich mit der Frau in die achtsame Yoni-Berührung. Yoni ist der Sanskrit-Begriff für den weiblichen Schoß und die Genitalien. Dabei halte ich taube und schmerzhafte Punkte in und an der Vagina, um verklebtes Gewebe zu lösen und die Energie an diesen Stellen wieder ins Fließen zu bringen. Diese können durch grobe und harte Stimulation beim Sex oder durch sexuelle Übergriffe stumpf und schmerzbehaftet sein. Auch hier findet oft ein emotionaler Prozess statt und alte Erinnerungen tauchen auf und dürfen befreit werden. Die Frau kann sich danach oft intensiver fühlen und beim Sex mehr Freude und Genuss erleben.