Schoßraum®-Prozessbegleitung

Achtsame Berührung - Bewusst Intim

Dauer der Sitzung: 2 - 3 h

Durch bewusste & achtsame Berührung mit dem Fokus die Grenzen der Frau zu wahren, werden im Schoßraum®-Prozess taube, verletzte & abgespaltene Körperteile wieder integriert und spürbar gemacht. Von der Beratung, zur Berührung, bis hin zur Intimberührung erlebt die Frau sich sicher & gehalten und darf an Vertrauen gewinnen, sich ihrer Intimität zu öffnen.

 

Es gilt frei nach Tatjana Bach:  "Alles, was entspannt und gut tut!"

Der Schoßraum®

Der Schoßraum® ist, wie der Name bereits sagt ein intimer Körperraum. Die Grenzen und die Größe dieses Raumes legt jede Frau nach ihrem Empfinden selber fest. Die Berührung entspannter, ein- ladender Körperbereiche, bei denen sich die Frau im Kontakt sicher und gelassen fühlt, bildet den Ressonanzraum der Körperarbeit. Von diesem sicheren Ort aus können dann die intimen Bereiche Stück für Stück in die Berührung miteinbezogen werden.

1. Die Schoßraum®-Beratung

Die Beratung ist eine Einladung an die Frau, sich in einem offenen Gespräch mit der Begleiterin auszutauschen. Sie weiß, dass jetzt noch keine Berührung stattfindet und sie sicher ist. Sie darf nach ihrem Bedürfnis und nach Herzenslust erzählen, was sie beschäftigt, was sie berührt und was sie sich für die kommenden Sitzungen wünscht.

2. Die Schoßraum®-Berührung

Die Berührung von Frau zu Frau ist ein wichtiges Element der Schoßraum®-Prozessbegleitung. Die Feinheit und Genauigkeit in der Körperberührung ist hierbei ausschlaggebend. Was von Außen als „bloßes Handauflegen“ gedeutet werden kann, zeigt sich in der Tiefe als hohe Kunstfertigkeit.

 

Eine Hand, die nichts will

Wenige Frauen werden berührt, ohne dass die Hand, die sie berührt, etwas von ihnen will: Bestätigung, Erregung, Lust, Sinnlichkeit, Sex, Gewalt... – ja sogar eine Hand, die nur „Gutes“ will, will schon etwas. Das bloße Dasein, Spüren, Gewähren lassen setzt eine hohe Präsenz in der Berührung vorraus und steht hier in der Schoßraumarbeit im Mittelpunkt.

 

Sich seinen Raum erschließen

Durch die stille Berührung wird der Frau Raum gegeben sich an der jeweiligen Körperstelle wieder ganz spüren zu können. Wenn Emotionen und Bilder aus der Vergangenheit auftauchen, dürfen diese liebevoll angeschaut werden, ohne dass die Frau über die direkte Berührung den Bezug zum Jetzt verliert. So kann sich frau Stück für Stück ihren Körper wieder „erfühlen“.

 

Grenzen einfordern. Feintuning.

Bei dieser präzisen, langsamen Berührungsart wird die Frau eingeladen, all das auszudrücken, was sie spürt, was ihr nicht gefällt, was sie evtl. anders braucht. „Sanfter, satter, weicher, runder, dort, nein an dieser Stelle... so... nein so...“ Sie lernt für sich zu sorgen und sich mitzuteilen. Sie erfährt, dass ihre Bedürfnisse willkommen sind.

3. Die Schoßraum®-Intimberührung

Erst wenn der Körper auf diese feine Berührungsart eingestimmt ist, kann wieder echte Intimberührung möglich werden. Dabei bilden die stille Präsenz, die transparente Kommunikation, das Grenzen setzen und das Feintuning die Vertrauensbasis der Zusammenarbeit. Die Frau kann sich öffnen und so intime Berührung zulassen.

 

Die Hand liegt auf intimen Bereichen

Als Intim können alle Körperbereiche bezeichnet werden. Es muss nicht gleich der Venushügel sein. Auch z.B. der Oberschenkel, die Füße oder die Brust sind Intimbereiche. Dies wird von Frau zu Frau unterschiedlich wahrgenommen. Hier gilt nach Tatjana Bach „Alles was entspannt und gut tut“. Es geht darum, in der Berührung Sicherheit zu erfahren, sich entspannen zu können und nichts zu müssen. „Nein, ich möchte heute einfach nicht, dass du meinen Bauch berührst!“ Wie wohltuend kann diese Grenze sein.

 

Herrin im eigenen Haus

Nichts müssen, aber alles können. Dieser Grundsatz öffnet neue Türen. Wer hat sich nicht schon berühren lassen, wollte es aber in diesem Moment gar nicht. Unangenehme Berührungen, die frau über sich ergehen lässt, weil sie ihr Gegenüber nicht verletzen, enttäuschen möchte. Doch im Endeffekt haben beide Seiten nichts von dieser Begegnung. Intime Berührungen leben vom Ja und Nein der Körper. Wenn frau Grenzen setzen kann, kann sie sich auch öffnen. Sie ist dann wieder die Herrin im Haus und entscheidet, was sie empfangen möchte und was nicht.

 

Verletzte intime Körperbereiche

verletzte Körperbereiche werden meist als Intim empfunden, weil dort Grenzen massiv überschritten wurden und der Körperbereich dadurch entweder taub & verhärtet oder schutzlos & empfindsam ist. An diesen Körperbereichen wird in der Berührung mit hoher Konzentration, Achtsamkeit, Respekt und Langsamkeit gearbeitet. Es gilt nicht zu überforden, sondern sich dem Körperbereich anzunähern, damit er wieder Vertrauen fassen und integriert werden kann. Dies ist wie ein Tanz auf einem Hochseil, ein Pendeln zwischen Grenzen und Schwellen. Eine Grenze ist ein klares Nein, ein Stopschild, das vor Überforderung warnt. Eine Schwelle ist ein Übergang, der zur Integration und Auflösung von Verletzungen führen kann.

 

Emotionen ausdrücken

Emotionen sind jeder Zeit willkommen: Weinen, Schreien, Lachen etc. Wenn Berührungen alte Erinnerungen wecken und Emotionen auslösen, kann es sehr befreiend sein in Gegenwart einer mitfühlenden Frau diesen Raum zu geben. Über die direkte Berührung und die fortlaufende Kommunikation bleibt die Begleitende im Kontakt mit der Empfangenden, damit sie nicht gänzlich von der Kraft ihrer Emotionen in einen dissoziativen* Raum getrieben wird. Sie kann so die unterdrückten Emotionen bewusst zum Ausdruck bringen und lernt dabei in der Gegenwart verankert zu bleiben. Sie nimmt folglich ihren Resonanz*- und Dissonanzraum' gleichzeitig wahr und kann so verletzte Anteile integrieren.