Achtsame Yoni-Berührung

Weibliche Sexualität leben

Dauer der Sitzung: 3 h

Der Begriff Yoni kommt aus dem Sanskrit und bezeichnet die weibl. Geschlechtsorgane. 

Die achtsame Yoni-Berührung ist ein wunderbares Geschenk für die Frauen unserer Zeit. Die prozessorientierte Intim-Berührung ist liebevoll eingebettet in ein kraftvolles Ritual, bei dem die Frau in ihrem weiblichen Sein geehrt und berührt wird. Bei dieser Massage geht es darum verklebtes Gewebe, taube oder schmerzende Punkte in und außerhalb der Yoni zu berühren, um gehaltene Energie wieder ins Fließen zu bringen. Die Frau lernt die empfangenden Berührungen ihrem Tempo und ihrem Bedürfnis nach anzupassen und erfährt dabei, dass sie sich offen und ehrlich mitteilen darf.

Voraussetzungen

Wenn eine Frau noch keinerlei Erfahrung in der Schoßraum®-Prozessbegleitung oder im tantrischen Bereich gemacht hat, empfehle ich mindestens zwei vorbereitende Sitzungen in der Schoßraum®-Prozessbegleitung und/oder Gebärmutterarbeit. Diese bilden den Grundpfeiler meiner Zusammenarbeit und sind notwendig, um Vertrauen zu schaffen und die Kommunikation im Bezug zu beidseitigen Grenzen zu vermitteln.

Was die Yoni-Berührung nicht ist

Die Yoni-Berührung ist keine erotische Massage bei der direkte Stimulation stattfindet. Ich verwende keine zusätzlichen Geräte wie z.B. Vibratoren. Es geht auch nicht darum bei der Frau einen Orgasmus herbeizuführen. Der Fokus liegt bei dieser Technik auf der bloßen Wahrnehmung dessen, was die Frau in ihrer Yoni gerade fühlt oder eben nicht fühlt. Kein Leistungsdruck, kein Zieldenken, einfaches Sein.

 

Das Ritual soll den Frauen ein anderes Tempo, eine neue Qualität der Intimberührung vermitteln, bei der sie sich nicht verstellen brauchen. Sie erfahren, dass sie ganz in der Berührung aufgehen dürfen, ohne dabei innere Anteile abspalten zu müssen.

Zweifel und Urteile

Die Yoni-Berührung ist für viele Frauen erst einmal sehr fremd und löst vielleicht auch Angst oder Abneigung aus. Es ist ganz normal, dass in einer christlich geprägten Gesellschaft die intime, wertfreie Berührung unter Frauen eigentlich gar nicht existiert. Und wenn, dann lässt es sich klar in die Schublade der Homosexualität einordnen. Doch diese Methode lässt sich in keine Schublade einordnen. Sie dient dem Menschen, um sich in seiner Sexualität tiefer zu erfahren. Wenn diese Zweifel & Urteile da sind, dann ist es wichtig in der Vorbereitungszeit darüber zu reden, sich der Ängste bewusst zu werden und diese, wenn möglich anzunehmen.

Warum braucht es die Yoni-Berührung?

Herkömmlicher Sex

Schon der herkömmliche Sex hinterlässt Spuren in den weiblichen Sexualorganen. Die Erinnerungen speichern sich im Zellgewebe ab. Harte und grobe Stimulation und Penetration bei der nicht genügend Achtsamkeit, Wertschätzung und Liebe vorhanden war, können die Sensibiltät in der Yoni abstumpfen lassen. Dies führt dazu, dass die Frauen wenig bis gar nichts in ihrer Yoni spüren, sich in ihre Gedanken flüchten und immer mehr Stimulation von außen brauchen oder aber sich ganz von ihrer Sexualität abwenden. → Tabu versus Pornographie

 

Ebenso erzeugt herkömmlicher Sex unterschwellige Aggression, Frustration und inneres „Geladen sein“. Ich vergleiche dies gerne mit einem Essen bei Mc Donalds, welches den Konsumenten für kurze Zeit befriedigt, ihn jedoch immer hungrig lässt und Lust auf mehr kreiert. Die Yonimassage hilft dabei diese Sucht verstehen zu lernen und sie davon zu befreien. Die Frau entdeckt dabei die Natürlichkeit ihres Sexualorganes wieder, dessen einziges Bedürfnis das Spüren & Empfangen ist.

Sexuelle Gewalt

Sexuelle Gewalt hinterlässt nicht nur Spuren und Erinnerungen im Zellgewebe, sondern gräbt sich auch tief in die Psyche des Menschen ein. Bei der achtsamen Yoni-Berührung werden verletzte Punkte liebevoll und achtsam berührt. Dabei kann es zu starken emotionalen Prozessen kommen, in denen Wut, Trauer, Angst, Scham, Schuld und Schmerz sich ausdrücken. Durch die Präsenz der Begleiterin und die stete Anbindung an die jetztige Situation, in der die Frau sich sicher und gehalten fühlt, können unterdrückte Emotionen gehen und durch Bewusstsein ersetzt werden. Hier ist es noch einmal wichtig zu erwähnen, dass Frauen mit sexuellen Gewalterfahrungen, die sich derzeit noch in Therapie befinden, unbedingt vorher mit ihrem Therapeuten abklären, ob diese Methode zu jetztigem Zeitpunkt sinnvoll wäre.

Der Ablauf

Das Yoni-Berührungsritual verläuft jedes Mal anders und ist einzigartig. Am Anfang gibt es ein reinigendes Wertschätzungsritual, um einen sicheren und geschützten Raum zu schaffen. Anschließend wird der Körper durch Berührung oder Massage vorbereitet, damit die Frau sich auf ihre innere Wahrnehmung fokussieren kann. Der Gebärmuttertalk kann teil einer Sitzung sein. Dabei kommunzieren wir mit der Yoni oder der Gebärmutter, um herauszufinden, was jetzt gerade für die Sitzung ansteht. Danach passiert, was passieren möchte. Wenn die Yoni berührt wird, geschieht dies in Achtsamkeit, Langsamkeit und Wertschätzung. Ich drücke nur die Punkte der Yoni, an die mich die Frau hinführt. Ich verweile dort, wo körperliche Empfindungen oder Erinnerungen auftauchen, die Raum und eine liebevolle Präsenz brauchen. Unterdrückte Emotionen wie Wut, Trauer, Scham, Schuld, Schmerz & Angst können dabei berührt und ausgedrückt werden, um sie anschließend in das innere Bewusstseinsfeld zu heben. Dadurch kann die Energie wieder frei durch diese Körperbereiche fließen. Auch hier gelten die Grundsätze der Schoßraumberührung: Die Empfangende führt Regie. Ich bin sozusagen ihre Hilfestellung, damit sie sich selbst erfahren kann. Es geht also immer darum, was die Frau jetzt für ihren Prozess braucht! Deshalb bleibe ich stets im Kontakt mit ihr, damit sie bewusst erleben und in jedem Fall Grenzen setzen kann. Zum Schluss einer Sitzung wird der Frau Raum für sich alleine gegeben, um in die Stille zu gehen und das Erlebte zur Ruhe kommen zu lassen. Anschließend gibt es ein Abschlussgespräch.

Zeit für Integration

Die Yoni-Berührung ist ein intensives Ritual und braucht viel Zeit zur Integration. Neu Entdecktes und Gelerntes möchte im Alltag und in der Beziehung gelebt werden. Dies geschieht nicht plötzlich und braucht viel Geduld und Achtsamkeit mit sich selbst. Manchmal fällt frau vielleicht wieder in alte Muster zurück und erfährt gewohnte Erlebnisse wieder. Hier ist es bedeutend, dies anzuerkennen und mit jedem Mal ein Schritt weiter zu gehen in die Selbstermächtigung. Das heißt bei jeder neuen Begegnung bewusster und klarer im Kontakt zu sein. Vertrauen schaffen, Grenzen setzen. 

Hilfestellungen im Alltag

Ein Schlüssel für die Integration ist es, sich Hilfestellungen im Alltag zu schaffen. Hier gebe ich den Frauen einige Möglichkeiten mit auf den Weg. Es können zum Beispiel kleine Alltagsrituale sein. Oder den Besuch von Frauengruppen. Jede Frau muss aber für sich selbst herausfinden, was sie braucht, um in Kontakt mit ihrem Schoß zu bleiben. Auch hier zeige ich Wege auf, die Entscheidungen darüber liegen aber letztendlich bei jeder Einzelnen selbst.